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Technologien im Dokumentationsbereich

Falsche Übersetzung

Es ist noch nicht so lange her, dass die einzige "Technologie", die Redakteure oder Übersetzer einsetzten, aus einer Schere, Klebstoff, einer Schreibmaschine und Tipp-Ex bestand. Inzwischen haben wir eine regelrechte Inflation von Technologien für diverse Aufgaben. Wir wollen hier versuchen, einen groben Überblick über die wichtigsten Technologien zu geben.

Zunächst gibt es die Redaktionssysteme. Ihre Aufgabe ist es, Informationseinheiten zu verwalten, um nach Bedarf aktuelle Dokumentationen zu erstellen. Viele speichern Informationseinheiten in einem neutralen Format wie XML, welches Inhalt und Layout trennt und sich daher gut für die Erzeugung von Dokumentationen für unterschiedliche Medien (bspw. Druckdokumentationen, Online-Hilfen, Webseiten oder mobile Geräte) eignet. Manche Redaktionssysteme verwenden andere Formate wie MS Word. Eine Standardisierung wird hierbei über Formatvorlagen sichergestellt. Die Größe der Informationseinheiten können Anwender in der Regel individuell nach Bedarf gestalten. Zum Beispiel ein Kapitel, ein Topic oder einen Abschnitt. Viele Redaktionssysteme verwalten Informationseinheiten mehrsprachig und bieten verschiedene Formen der Autorenunterstützung an (Terminologie, Authoring Memory). Ferner verfügen die meisten modernen Redaktionssysteme über weitere Funktionen für den Dokumentenerstellungsprozess (bspw. eine Workflowfunktion) oder Schnittstellen zu Translation-Memory-Systemen. Es gibt keine allgemein anerkannte Definition darüber, ob Redaktionssysteme und Content-Management-Systeme (CMS) das gleiche bezeichnen oder getrennte Begriffe sind. Für manche Anbieter sind CMS modulare Systeme, die sich auf Webpublikationen spezialisiert haben. Redaktionssysteme bzw. CMS sind mit Dokumentenmanagementsystemen (DMS) nicht zu verwechseln, die Dokumente auf einem Server verwalten. 

Die wohl am meisten verbreitete Technologie für Übersetzungen sind die Translation-Memory Systeme (TMS). Diese Technologie besteht seit Anfang der achtziger Jahre und wird heute in größerem Stil eingesetzt. Das Grundprinzip ist überall das gleiche: TMS importieren Texte und zerlegen sie in Segmente. Ein Segment ist meist ein Satz, der aber über die Konfiguration der Segmentierungsregeln unterschiedlich getrennt werden kann. Sobald ein Satz übersetzt wurde, wird er zweisprachig in einer Datenbank gespeichert und kann wiederverwendet werden. TMS bestehen aus mehreren Modulen mit diversen Funktionen wie Analyse, Import, Alignment oder Terminologie.

Je nach TMS können noch weitere Funktionen hinzukommen. Bei den TMS gibt es konkurrierende Ansätze für das Speichern bestehender Übersetzungen. Die Mehrheit der TMS speichert einzelne Sätze in einer Datenbank. Einige Systeme wie das Produkt STAR Transit speichern Referenzdokumente und andere speichern Referenzkorpora (Sammlungen von Referenztexten). Neben traditionellen serverbasierten TMS findet man eine wachsende Anzahl von webbasierten Translation-Memory-Systemen mit Workflowfunktion. Diese Systeme verwalten die sogenannten Translation Assets (Übersetzungen und Terminologie) auf einem zentralen Server in der Wolke. 

Neben TMS gibt es noch spezielle Systeme für die Lokalisierung von Software. Die bekanntesten Systeme sind SDL Passolo, Alchemy Catalyst, Multilizer, Sisulizer, RC-Wintrans oder Visual Localize. Softwarelokalisierungssysteme können direkt binäre Dateien wie DLL- oder EXE-Dateien einlesen. Sie importieren ebenfalls Ressourcendateien oder XML/HTML-Dateien. Bei einer Vielzahl von Programmiersprachen ist es möglich, im Übersetzungseditor die Softwareoberfläche darzustellen und ggfs. in der übersetzten Version anzupassen, etwa wenn der Platz für den Text in einer Schaltfläche nicht ausreicht. Das bietet große Vorteile, denn der Übersetzer sieht den zu übersetzenden Text im Zusammenhang.

Für die Verwaltung des Übersetzungsprozesses gibt es zum einen integrierte Funktionen in TMS, aber auch selbständige kommerzielle Systeme wie Plunet, XTRF oder LTC Worx. Diese Systeme verfügen über eine Portalfunktion, über die Übersetzungsprojekte mit Auftraggebern oder Übersetzern ausgetauscht werden können. Viele Unternehmen oder Übersetzungsdienstleister setzen jedoch noch eigene Systeme ein, die für die eigenen Bedürfnisse maßgeschneidert sind.

Als dritte wichtige Kategorie haben wir die Terminologieprogramme. Unter diesem Oberbegriff findet man eine Vielzahl von Anwendungen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Zuerst einmal gibt es die Terminologieverwaltungssysteme (TVS), deren Aufgabe es ist, einen Terminologiebestand zu organisieren und zugänglich zu machen. Oft wird von Terminologieverwaltungssystemen zusätzlich erwartet, dass sie Terminologie extrahieren oder prüfen. Es sind Aufgaben, die andere Programme übernehmen. Neben Desktop-basierten TVS (Einzelplatzversionen) sind die meisten TVS webbasiert und ermöglichen die Zusammenarbeit verschiedener Beteiligter am Terminologieprozess über das Internet bzw. über das Intranet. Viele dieser Systeme arbeiten mit unterschiedlichen Nutzerrechten und bieten außerdem eine Workflowfunktion.

Ferner gibt es Terminologieextraktionsprogramme, die aber alle keine 100%-ig gesicherten Ergebnisse liefern. Sie unterstützen bestenfalls den Terminologen bei der Extraktion von Terminologie aus Korpora. Manche Terminologieextraktionsprogramme arbeiten einsprachig, andere zweisprachig. Manche liefern automatisch eine Vorschlagsliste während andere interaktiv sind und dem Terminologen während der Extraktion Vorschläge unterbreiten, die er bestätigen oder ablehnen muss.
Schließlich gibt es noch eine Vielzahl von Programmen und Werkzeugen, die Übersetzern oder Redakteuren weitere Unterstützung anbieten wie die Qualitätssicherungsprogramme für Autoren oder für Übersetzer.

Diese kleine Übersicht ist bei Weitem noch nicht vollständig. Sie ist aber eine erste Orientierungshilfe für all diejenigen, die sich über die Technologien im Dokumentationsbereich informieren möchten.

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    Siegel Siegel