Alignment von Übersetzungen

Übersetzungen clever recyceln: Das Potenzial des Alignments nutzen

Recycling ist nicht nur im ökologischen Sinne relevant, sondern auch bei Übersetzungen. Angenommen Sie arbeiten an einem großen Übersetzungsprojekt und haben bereits frühere Übersetzungen, jedoch nicht im benötigten Translation-Memory (TM). Wie können Sie diese Übersetzungen effektiv wiederverwenden? Die Antwort liegt im sogenannten Alignment, zu Deutsch „Ausrichtung“. Es ist eine Methode, die Originale und Übersetzungen einander zuordnet. Ein Alignment bringt deutliche Einsparungen bei Zeit und Kosten und hilft, die terminologische und stilistische Einheitlichkeit mit früheren Arbeiten zu wahren.

Warum Alignment? Mehr als nur Kosteneinsparung

Übersetzungsdienstleister und Unternehmen setzen auf Alignment hauptsächlich wegen der Kostenvorteile. Doch es gibt weitere Vorteile:

  • Qualität und Konsistenz: Durch die präzise Zuordnung von Original und Übersetzung können Sie fachspezifische Formulierungen und die unternehmenseigene Terminologie Das ist besonders wichtig für Anleitungen, technische Dokumentationen oder Softwaretexte, die eine einheitliche Sprache erfordern.
  • Terminologie-Extraktion: Alignment ermöglicht die gezielte Extraktion relevanter Fachbegriffe, die dann in anderen Projekten wiederverwendet werden können. Das sorgt für langfristige Konsistenz und erleichtert die Arbeit der Übersetzer und Übersetzerinnen.
  • Training der künstlichen Intelligenz und Wissensextraktion: Die durch Alignment gewonnenen Daten sind wertvoll für das Training von maschinellen Übersetzungssystemen und anderen KI-Anwendungen. Sie ermöglichen auch eine effiziente Extraktion von Wissen aus mehrsprachigen Dokumenten.

Das Prinzip des Alignments einfach erklärt

Stellen Sie sich vor, Sie suchen passende Sockenpaare in einem Wäschekorb. Ziel des Alignments ist es, Originaldokumente und deren Übersetzungen so zu verknüpfen, dass jedes Segment des Originals der richtigen Übersetzung zugeordnet wird.

Es gibt verschiedene Alignment-Tools, die entweder eigenständig arbeiten oder in Übersetzungsprogramme integriert sind. Sie nutzen unterschiedliche Methoden und Algorithmen, um die Zuordnung der Übersetzungseinheiten möglichst fehlerfrei zu automatisieren. Oft kombinieren sie verschiedene Ansätze:

  • Der statistische Ansatz verwendet Messwerte wie die Länge der Segmente oder die Häufigkeit von bestimmten Wortkombinationen in beiden Sprachen.
  • Der lexikonbasierte Ansatz verwendet ein Wörterbuch oder eine Terminologiedatenbank, um Übereinstimmungen zwischen Texten zu überprüfen.
  • Der strukturelle Ansatz berücksichtigt die Struktur der Texte wie Inline-Tags für Überschriften oder Formatinformationen (z.B. HTML oder XML).

Der Alignment-Prozess in Kürze

Wie funktioniert Alignment? Ein Blick hinter die Kulissen. Alignment mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, doch das Prinzip ist eigentlich ganz einfach:

  1. Vorbereitung: Zunächst werden die zu alignierenden Dokumente – Original und Übersetzung – in ein Format gebracht, das das Alignment-Tool unterstützt.
  2. Segmentierung: Die Dokumente in beiden Sprachversionen werden nach identischen Regeln zerlegt, i.d.R. satzweise oder absatzweise.
  3. Analyse: Das Alignment-Tool vergleicht nun die zerlegten Einheiten beider Dokumente. Es sucht nach Übereinstimmungen in Sätzen, Phrasen, Wörtern oder Struktur.
  4. Zuordnung: Basierend auf der Analyse erstellt das Tool eine Zuordnungstabelle, die jedes Segment des Originals mit dem entsprechenden Segment in der Übersetzung verknüpft. Diese Zuordnung ist nicht immer perfekt, insbesondere bei freieren Übersetzungen oder stark unterschiedlichen Satzstrukturen.
  5. Manuelle Überprüfung: Ein erfahrener Übersetzer oder Linguist überprüft die Zuordnung und korrigiert eventuelle Fehler.
  6. Export: Das Ergebnis wird in ein gängiges Format wie XLIFF (XML Localization Interchange File Format), TMX (Translation-Memory eXchange) oder auch in leicht zugänglichen Formaten wie CSV (Comma-Separated Values) exportiert. Diese können dann in einem Translation-Memory (TM) gespeichert oder für andere Zwecke genutzt werden.

Textsegmentierung: Ein entscheidender Schritt für erfolgreiches Alignment

Die Segmentierung, also die Zerlegung von Texten in zuordenbare Einheiten, ist ein grundlegender Schritt im Alignment-Prozess. Die Wahl der richtigen Segmentgröße und -methode ist entscheidend für den Erfolg des Alignments und beeinflusst sowohl die Qualität der Ergebnisse als auch die spätere Wiederverwendbarkeit der Übersetzungen. Welche sind die Segmentierungsmethoden und ihre Vor- und Nachteile?
Natürlich, hier ist die neu geordnete Version, bei der die satzbasierte und absatzbasierte Segmentierung auf derselben Ebene sind:

  • Satzbasierte Segmentierung:
    • Vorteile:
      • Hohe Wiederverwendbarkeit: Sätze sind kürzer als Absätze und können daher besser wiederverwendet werden.
    • Nachteile:
      • Kontextverlust: Wenn der Sinn eines Satzes stark vom umgebenden Text abhängt (“Ersetzen Sie es mit einem neuen”) oder wenn der Übersetzer zwei Sätze der Ausgangssprache durch einen Satz der Zielsprache übersetzt, kann die satzbasierte Segmentierung zu Problemen führen.
  • Absatzbasierte Segmentierung:
    • Vorteile:
      • Kontexterhalt: Bei Texten, in denen der Zusammenhang zwischen den Sätzen wichtig ist (z. B. narrative Texte), ist die absatzbasierte Segmentierung sinnvoll.
    • Nachteile:
      • Geringere Wiederverwendbarkeit: Absätze sind länger und dadurch oft zu spezifisch, um in anderen Kontexten wiederverwendet zu werden.

Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung:

Es ist entscheidend, die geplante Nutzung des Translation-Memory zu berücksichtigen. Wenn das Alignment absatzweise erfolgt, aber neue Übersetzungen vom Übersetzungsprogramm satzweise bearbeitet werden, sind keine Übereinstimmungen zu erwarten. Daher sollte die Segmentierungsmethode auf die Art der Texte und die zukünftige Verwendung abgestimmt sein.

Eine besondere Form des Alignments: Der Concordancier

Eine spezielle Umsetzung des Alignments stellt der zweisprachige Konkordanzbrowser (auch „Concordancier“ genannt) dar. Er kommt ins Spiel, wenn umfangreiche Textsammlungen vorliegen, deren perfektes Alignment aufgrund begrenzter Ressourcen nicht möglich ist. Um dennoch das darin enthaltene sprachliche Wissen zu nutzen, werden diese Sammlungen automatisch aligniert und unsichere Segmentpaare herausgefiltert. Aufgrund dieses Produktionsverfahrens sollten die Ergebnisse eines Concordanciers immer kritisch geprüft werden, da die automatische Ausrichtung und Filterung Fehler enthalten kann.

Der Concordancier ermöglicht die gezielte Suche nach Wörtern oder Phrasen in einem Text und zeigt die entsprechenden Übersetzungen im Kontext des zugehörigen Textes an. Ein bekanntes Beispiel ist Linguee, das passende Beispiele in zweisprachigen Segmenten liefert.

Eignen sich alle Dokumententypen für das Alignment-Verfahren?

Zwei Hauptmotive sind in der Regel der Grund für das Alignment: die Wiederverwendung vorhandener Übersetzungen und die Konsolidierung mehrsprachiger Terminologie. Aus diesem Grund sind Dokumente mit hohem Wiederverwendungspotenzial oder hoher terminologischer Relevanz besser geeignet. Dokumente, die zu spezifisch sind oder nur einmal verwendet werden, sind für ein Alignment weniger sinnvoll.

Besonders geeignete Dokumentationsarten

  • Technische Handbücher und Bedienungsanleitungen: Diese werden häufig aktualisiert und enthalten viele wiederkehrende Phrasen. Die Konsistenz der technischen Terminologie über verschiedene Versionen hinweg ist entscheidend.
  • Webseiten (insbesondere Produkt- und Supportseiten): Unternehmenswebseiten enthalten dynamische Inhalte, die regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden.
  • Webshops und Produktkataloge: Einheitliche Sprachnutzung und Markenkonsistenz sind hier wichtig, insbesondere bei Produktbeschreibungen, technischen Daten und Kundenbewertungen.

Technische Voraussetzungen: eine Checkliste

Hier muss man sich vorab die Frage stellen: Geht es um die Wiederverwendung von Übersetzungen oder eher um Terminologieextraktion und sprachliche Aspekte?

  • Dateiformate: Unterstützt das Alignment-Tool die Formate der Dokumente (z.B. Word, PDF, HTML)?
  • Struktur und Qualität: Sind die Dokumente gut strukturiert und von hoher Qualität?
  • Klar abgegrenzte Segmente oder Absätze: Sind die Texte in klar abgegrenzte Segmente oder Absätze unterteilt?
  • Verfügbarkeit beider Sprachversionen: Sind beide Versionen vollständig und in korrespondierenden Versionen verfügbar?

Herausforderungen und Lösungen beim Alignment

Während des Alignment-Prozesses können verschiedene qualitative oder technische Probleme auftreten, die das Endergebnis beeinträchtigen. Die Ursachen sind vielfältig und erfordern entsprechende Lösungsstrategien.

Sätze wurden vom Übersetzer zusammengefügt oder aufgeteilt (2:1-Situationen)

Dies ist der Fall, wenn zwei Sätze aus dem Ausgangstext im Zieltext zu einem Satz verschmolzen wurden oder andersherum. Eine Lösung hierfür ist die manuelle Überprüfung und Korrektur im Alignment-Tool, um eine korrekte Zuordnung zu erzielen.

Kreuzverknüpfungen

Kreuzverknüpfungen entstehen, wenn die Reihenfolge von Segmenten geändert wird. Sie treten bei bestimmten Textsorten (z.B. Maschinentexten) und Sprachkombinationen auf wie deutsch-französisch: „Maschine“ + „einschalten“, „Mettre en marche“ + „la machine“. Die meisten Alignment-Tools sind nicht in der Lage, die Segmente A und B einer Sprache korrekt mit den Segmenten B’ und A’ der anderen Sprache zu verknüpfen.

Kreuzübersetzung
Kreuzübersetzung Deutsch-Französisch
Abkürzungen werden als Segmentende interpretiert

Viele Algorithmen interpretieren grundsätzlich das Punktzeichen fälschlicherweise als Satzende, was im Falle von Abkürzungen zu Fehlern führen kann. Eine Anpassung der Segmentierungsregeln im Alignment-Tool oder das Hinzufügen neuer Abkürzungen zu Abkürzungslisten kann helfen, diese Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Stark abweichende Sprachmorphologie und Syntax

Probleme können vor allem bei Sprachpaaren auftreten, die sich stark unterscheiden. Zum Beispiel können Sätze im Deutschen mit einer Präpositionalphrase enden (“Die Produduktion nahm in den letzten Jahren …. ab/zu”), während eine andere Sprache das Verb ganz anders bildet und einsetzt. Eine sorgfältige manuelle Überprüfung und Anpassung durch sprachlich geschulte Fachleute ist oft notwendig, um ein korrektes Alignment zu erreichen.

Quell- und Zieltexte sind nicht synchronisiert

Wenn ein Text aktueller ist als seine Übersetzung, kann es zu Inkonsistenzen kommen. Das kommt beispielsweise bei Webseiten vor. In diesem Fall müssen die Texte vor dem Alignment-Prozess aktualisiert werden, um eine korrekte und konsistente Übersetzung zu gewährleisten.

Falsche oder überholte Informationen

Qualitative Mängel im Ausgangstext oder in der Übersetzung können den Alignment-Prozess stark beeinträchtigen. Das ist bei veralteten Informationen (z.B. Verweise auf Normen, Gesetze) oder einer sich weiterentwickelnden Terminologie der Fall. Es ist daher notwendig, beide Texte vor dem Alignment gründlich zu überprüfen und eventuell anzupassen.

Alignment-Fehler oder alignment-bezogene Fehler

Automatische Alignment-Tools können Fehler produzieren, insbesondere bei komplexen Textstrukturen. Abhilfe kann eine teilautomatische Prüfung schaffen, z.B. mit Tools wie ErrorSpy, die Inkonsistenzen erkennen können (z.B. unterschiedliche Wortzählungen, falsche Zahlenwerte, Inkonsistenzen in der Fachterminologie, falsche Tags oder nicht erlaubte Sonderzeichen).

Auswahl an Alignment-Tools

Es gibt eine große Anzahl von Tools für das Alignment von Übersetzungen, von denen hier einige genannt werden. Diese verschiedenen Tools haben das gleiche Grundprinzip, unterscheiden sich aber in der Qualität des Ergebnisses und den Kosten. Welche Tools gibt es?

Übersetzungsprogramme wie Trados, MemoQ oder Across bieten Alignment-Module, die in Alignment-Editoren integriert sind. Diese eignen sich besonders für Situationen, in denen ein hohes Maß an Genauigkeit erforderlich ist. Der Alignment-Editor ermöglicht es, ungenaue Segmentbeziehungen manuell zu korrigieren, indem Segmente zusammengeführt, geteilt oder ignoriert werden. Dies gewährleistet ein genaues und brauchbares Translation-Memory.

Alignment-Editor von Trados
Alignment-Editor von Trados

Das kommerzielle kanadische Alignment-Tool Align-Factory ist für seine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit und Effizienz bekannt, insbesondere bei großen Datenmengen. Es ist ideal für Projekte, die eine schnelle Verarbeitung großer Mengen von Dokumenten erfordern, ohne dass die Qualität der Ergebnisse darunter leidet.

Sketch Engine bietet neben anderen Sprachwerkzeugen auch Funktionen für das Alignment. Es ist besonders nützlich für akademische oder Forschungsprojekte, bei denen eine tiefgreifende linguistische Analyse über das einfache Alignment hinaus erforderlich ist.

LF Aligner, Heartsome Alignment Tool sind Alignment-Tools, die sich für Benutzer eignen, die eine kostengünstige oder flexible Lösung suchen. Sie bieten grundlegende Alignment-Funktionen, die für viele Standardprojekte ausreichend sind. Ihr Vorteil liegt in ihrer Benutzerfreundlichkeit und ihrer Fähigkeit, schnell Translation-Memorys zu erstellen.

Open-Source-Lösungen wie Hunalign können eine gute Wahl für Projekte mit einem strengen Budget oder speziellen Anpassungsanforderungen sein. Hunalign basiert auf statistischen Methoden und bietet eine solide Leistung beim Text-Alignment. Sein Open-Source-Code ermöglicht die Anpassung an die spezifischen Anforderungen des Projekts.

Die Wahl des richtigen Alignment-Tools hängt also stark von den spezifischen Anforderungen des Projekts ab. Während die integrierten Alignment-Module der CAT-Tools eine hohe Genauigkeit und Flexibilität bieten, können Standalone-Lösungen und Open-Source-Optionen für bestimmte Projektsituationen oder Budgetbeschränkungen vorteilhafter sein.

Unterstützung durch KI bei der Validierung eines Alignments

Die Validierung eines Alignments durch Übersetzer oder Revisoren ist zeitaufwändig. Hier bietet neuerdings KI mit ihren großen Sprachmodellen eine wirksame Unterstützung. Modelle, die von Anbietern wie OpenAI, AWS und Google bereitgestellt werden, haben das Spiel verändert. Durch ihre Fähigkeit, die Bedeutung von Texten zu verstehen, können sie einen großen Teil der Alignment-Fehler erkennen.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass diese Hilfsmittel, obwohl sie in der Regel sehr effizient sind, nicht fehlerfrei arbeiten. KI-gestützte Tools verstehen Kontext und Nuancen mit beeindruckender, aber nicht absoluter Präzision. Aus diesem Grund sollten sie als Ergänzung zu menschlichem Fachwissen und nicht als Ersatz betrachtet werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kosten-Nutzen-Rechnung. Der Einsatz von APIs großer Anbieter ist mit Kosten verbunden. Diese Investition kann jedoch im Vergleich zu den traditionellen Methoden der Validierung des Alignments, die oft zeitaufwendiger und ressourcenintensiver sind, eine erhebliche Reduzierung der Gesamtkosten und des Zeitaufwands bedeuten.

Empfehlungen für erfolgreiche Alignment-Projekte: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie wir gesehen haben, gibt es viele Möglichkeiten und Fallstricke beim Alignment von Übersetzungen. Wir haben die wichtigsten Empfehlungen hier in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengefasst:

  1. Dokumentanalyse: Beginnen Sie mit einer gründlichen Analyse der zu alignierenden Dokumente hinsichtlich ihres Aufbaus, Umfangs, ihrer Aktualität und ihrer Dateinamen. Diese Informationen sind entscheidend für die Planung des Alignment-Prozesses.
  2. Optimieren Sie die Struktur und den Inhalt der Texte im Voraus: Entfernen oder vereinheitlichen Sie Formatierungen, die das Alignment behindern könnten. Überprüfen Sie auch den Inhalt auf veraltete Informationen oder Terminologie. Dies vereinfacht den Prozess und verbessert die Qualität der Ergebnisse.
  3. Definieren Sie Segmentierungsregeln: Entscheiden Sie auf der Grundlage des Inhalts und der Struktur der Dokumente, ob eine Segmentierung auf Satz- oder Absatzbasis sinnvoller ist. Diese Entscheidung hat direkten Einfluss auf die Genauigkeit des Alignments.
  4. Alignment konfigurieren: Passen Sie die Einstellungen Ihres Alignment-Tools an Ihre spezifischen Anforderungen an. Dazu gehören Regeln für den Umgang mit autorisierten Zeichen, die Definition eines Glossars, von Abkürzungslisten und spezifische Format- und Spracheinstellungen.
  5. Dokumentieren Sie die Konfiguration: Halten Sie Ihre Einstellungen und Entscheidungen schriftlich fest. Dies gewährleistet eine transparente Nachvollziehbarkeit und erleichtert zukünftige Alignments.
  6. Qualitätssicherung (QA) des Ergebnisses: Überprüfen Sie die Qualität des Alignments sowohl mit Tools wie ErrorSpy als auch durch manuelle Überprüfung. Diese Qualitätssicherung ist ein Muss für die Qualität und Zuverlässigkeit des Translation-Memorys.
  7. Definieren Sie Attribute für die Segmente: Legen Sie fest, welche Attribute den einzelnen Segmenten zugewiesen werden sollen, z.B. Dokumentationstyp oder Quelle. Diese Informationen unterstützen eine effektivere Wiederverwendung von Übersetzungen.
  8. Definieren Sie Punktabzüge für die Wiederverwendung: Legen Sie fest, welchen Wert ein Align-Segment haben soll. Ein Punktabzug von 2% bewirkt, dass ein Alignment-Treffer nicht mehr einen Match-Wert von 100% hat, sondern wie ein 98% Fuzzy-Match behandelt wird.

Wenn Sie diese Schritte befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Alignment-Projekt erfolgreich ist und optimale Ergebnisse liefert.

Kostenaspekte des Alignments: Überlegungen zur Kostenberechnung

Die Integration von Alignment-Verfahren in den Übersetzungsprozess ist eine effektive Strategie, um langfristig Kosten zu sparen. Eine Analyse der Alignment-Kosten ist jedoch unerlässlich.

Diese Kosten variieren je nach Qualität der Dokumente und den gewünschten Zuverlässigkeitsanforderungen. Im Allgemeinen gilt: Je genauer und zuverlässiger das Alignment sein soll, desto größer ist der Arbeitsaufwand im Vorfeld. Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass der Aufwand etwa 20-30% des Aufwands für eine komplette Neuübersetzung der Texte beträgt. Dieser Prozentsatz gilt für normale Texte; bei besonders komplexen oder schlecht strukturierten Dokumenten kann der Aufwand höher sein.

Trotz der anfänglichen Kosten für das Alignment können die langfristigen Einsparungen bedeutend sein. Durch die Wiederverwendung bereits übersetzter Inhalte können die Gesamtkosten für künftige Übersetzungsprojekte deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus verbessert die durch Alignment erreichte Konsistenz der Übersetzungen die Qualität der Texte und verringert den Bedarf an zeitaufwändigen Korrekturen und Überarbeitungen.

Schlussfolgerung: Der Mehrwert des Alignments im Übersetzungsprozess

Alignment ist eine interessante Alternative und Unterstützung für die Produktion von Übersetzungen. Es ermöglicht signifikante Kosteneinsparungen, gewährleistet Konsistenz und Qualität und unterstützt den Aufbau wertvoller Terminologiedatenbanken. Der Einsatz von KI zur Validierung von Alignments macht heute das Alignment noch attraktiver.

Wenn Sie Alignment noch nicht eingesetzt haben, ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen. Entdecken Sie, wie Alignment zusammen mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz Ihre Übersetzungsprojekte boosten kann. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem Einstieg in die Welt des Alignments.

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